Geschichte

Der moderne Begriff » Shinrin Yoku« wurde im Jahr 1982 erstmals von Tomohide Akiyama, dem Leiter der japanischen Forstverwaltung geprägt und entstand ursprünglich in Verbindung mit einer Waldschutzkampagne, die Menschen wieder mehr zum Aufenthalt in der Natur ermuntern sollte. Wörtlich übersetzt bedeutet Shinrin Yoku „im Wald baden“, bestehend und dargestellt aus den drei Schriftzeichen

森 Shin = drei Bäume/Wald  
林 Rin = 2 Bäume/Gehölz
浴 Yoku = fließendes Wasser links, rechts ein Tal/Baden

Ausgehend von der beinahe 100 Jahre alten Tradition in Korea (seit dem Jahr 1922 existiert dort das „Korean Forest Research Institut“, wo man schon lange untersucht, wie die urbane Lebensqualität des Menschen durch Erholung im Wald verbessert werden kann), über Japan und andere asiatische Länder, gelang der Anti-Stress-Methode Anfang bis Mitte der 2010-er Jahre der Sprung nach Kalifornien und in Folge in den Rest der USA und Kanada. Viele begeisterte Anhänger betreiben dort inzwischen Forest Bathing, als dessen Vorreiter in den Staaten Amos Clifford gilt.

Ähnlich wie in den 70-iger Jahren Yoga, schwappt Shinrin Yoku nun auch verstärkt nach Europa und in den deutschsprachigen Raum, auch wenn es hierzulande noch recht unbekannt ist. In den asiatischen Ländern wird Shinrin Yoku als anerkanntes Heilprinzip nicht nur staatlich gefördert, sondern als tatsächliches Mittel der Wahl im Einsatz gegen viele Zivilisationskrankheiten und deren Krankheitsbilder eingesetzt. Auch in Deutschland erkennen erste Krankenkassen die Wirksamkeit an und es laufen aktuell Forschungen, z.B. an der LMU München (Ludwig-Maximilians-Universität).

Ausblick

Wir sind überzeugt: Gerade durch die immensen, stressfördernden Erlebnisse rund um die Corona Pandemie und den damit immer stärker werdenden Wunsch nach Entspannung und Resilienz wird sich Shinrin Yoku als einfach und wirkungsvoll einzusetzendes, für jeden anwendbares Konzept, einen festen Platz in der Gesundheitsvor- und Nachsorge und der allgemeinen Stressbewältigung sichern.